Bahnradsport zum 1.: Ein UNITED-Quartett prägt die Oerlikoner Saison-Dernière

Auf der Offenen Rennbahn in Oerlikon, der ältesten Sportanlage der Schweiz, fanden Mitte September die letzten Rennen der Saison statt. Vier UNITED-Pedaleure spurteten höchst erfolgreich bei der vorerst letzten Ausgabe um Punkte und Tagessiege mit.

Nicoló de Lisi (17, SG) und die Klassencopains Manuel Nägeli und Robin Ender (17c, ZH) starteten im U19-Feld. Daniel Nägeli, UNITED-Absolvent von 2018, heftete sich im Elite-Feld an die Hinterräder der absoluten Spitzenkönner. 

Die UNITED-Radler sorgten insbesondere in der U19-Kategorie für viel Aufsehen. Nicoló de Lisi siegte am Schlussabend sowohl im Punktefahren wie im Scratch und verwies Robin Ender zweimal auf den Silberplatz. Knapp dahinter folgte mit Manuel Nägeli der dritte UNITED-Athlet. Mit den Tagessiegen revanchierte sich Nicoló für die Niederlagen eine Woche zuvor, als Robin über die etwas besseren Beine verfügte und als Tagesbester auf die Ehrenrunde geschickt wurde.

Im Elite-Feld verpasste Daniel Nägeli in den drei Abendentscheidungen (Scratch, Ausscheidung, Punktefahren) drei Mal knapp das Podest. Die Konkurrenz mit Medaillengewinnern an Welt-, Europa- und Schweizer-Meisterschaften hatte es aber auch in sich.

Tempojagden hinter Motorrädern und Oldtimern

Die Rennen auf der Offenen Rennbahn erfreuen sich in jüngster Vergangenheit zunehmender Beliebtheit – auch dank eines dichten Rennkalenders. Auf der über 100-jährigen Anlage fanden im europäischen Vergleich mit Abstand am meisten Radrennen statt. Zwischen Mai und Oktober ziehen die Wettkämpfe, die jeweils dienstagabends nur bei trockener Witterung ausgetragen werden, jeweils Starterfelder mit KönnerInnen aus halb Europa an. Das Publikum honoriert’s und erscheint zahlreicher. Gerade die Rennen, bei denen die Pedaleure im Windschatten von lauten, sperrigen Motorrädern hetzen, gehören zu den Abendhighlights. Als Saisonhöhepunkte gelten die Aufgebote von Oldtimern. Das sogenannte «Indianapolis von Oerlikon» lockte weit über 5000 Zuschauer ins altehrwürdige Oval.