Fussball: Trotz Sieg kein Happy-End für U17-Nati

Die U17-Europameisterschaften in England endete für die Schweiz mit einem Exploit und gleichwohl einer kleinen Enttäuschung. Zwei der drei Gruppenspiele gewann die Schweizer U17, gleichwohl finden die Viertelfinals ohne SFV-Beteiligung statt. 

Die grosse UNITED-Fraktion (Jan Wörnhard (Klasse 17, SG) und David Jacovic (16, SG) als Aussenverteidiger, Bledian Krasniqi (17b, ZH), Simon Sohm (16a, ZH) im Mittelfeld und Captain Julian Von Moos (16a, ZH) im Sturm) kämpfte ununterbrochen und bis weit in die Nachspielzeit. Allein, der knappe und sehr respektable 1:0-Erfolg gegen den aktuellen U17-Weltmeister England reichte in der Endabrechnung aufgrund der schlechteren Direktbegegnungen gegen die punktgleichen Italien und England nicht.

Zum Verhängnis wurde der Schweizer U-17 Auswahl das 0:2 im ersten Spiel gegen Italien. Wegen der minim besseren Tordifferenz im Dreiervergleich zogen Italien als Erster und Favorit England als Zweiter in die Viertelfinals ein. Der Schweiz blieb nur Rang 3. U17-Cheftrainer resümierte denn auch konsterniert: „Es ist richtig bitter für alle. Die Leistung gegen England war toll. Gegen Italien haben wir nicht unsere beste Leistung abgerufen und bezahlen dies „cash“, das ist sehr schade.“

Den einzigen Treffer erzielte YB-Junior Felix Mambimbi mit einem abgelenkten Schuss kurz vor der Halbzeitpause. Die Assistpunkte sicherte sich ein UNITED-Duo. Auf der linken Seite lancierte Simon Sohm Jan Wörnhard, dessen Hereingabe landete bei der Berner Nachwuchshoffnung. Die Hoffnung auf die K.o.-Phase lebte stärker denn je. In der ersten Halbzeit scheiterte  zuvor der auffällige Bledian Krasniqi einmal am Pfosten  und einmal am Aussennetz. In der Nachspielzeit hatte Captain Julian von Moos den Matchball auf dem Fuss; sein Distanzschuss konnte der englische Schlussmann aber gerade noch parieren.

Die Schweizer U17 hatte sich zum ersten Mal seit 2014 für die EM-Endrunde qualifiziert.