Handball: Charlotte Kähr mit illustren Länderspieleinsätzen

Die Lernende der 16B trat in der vergangenen Woche zu zwei EM-Qualifikationsspielen mit der A-Nationalmannschaft an. Dabei bezogen die Schweizerinnen in Serbien und zuhause gegen Olympiasieger Russland zwei Niederlagen.

Im EM-Endrunden-Rennen liegt die Schweiz damit in Rücklage.  Nur die beiden Bestklassierten pro Gruppe qualifizieren sich für die Europameisterschaften in Norwegen im Dezember 2020. Abgesehen von Russland und Serbien komplettiert die Slowakei die Vierer-Poule. Für die Schweiz geht es vorderhand darum, sich im Nationenranking nach oben zu arbeiten, um bei zukünftig etwas günstigeren Gruppen-Konstellationen im Kampf um Rang 2 eingreifen zu können. Um dieses kurzfristige Ziel zu erreichen, ist ein positiver Vergleich mit der Slowakei beim Doppelspiel im kommenden März Voraussetzung.

Bereits gegenwärtig nimmt Charlotte Kähr Raum in den Überlegungen des Nationaltrainers ein. Die 17-Jährige kommt jeweils im Rückraum an zentraler Stelle zu ihren Einsätzen und sorgt mit ihrer Wucht und ihren Wurfvarianten für Akzente im Schweizer Offensiv-Spiel. Daneben hatte sie etwa im Russland-Spiel das «Vergnügen», den Aktionsradius der derzeit spektakulärsten und besten Handballerin der Welt einzuschränken.

Dies gelang in Bern vor der Pause ausgesprochen gut. Die Schweiz bot vor knapp 1000 Zuschauern dem aktuellen Olympiasieger in Halbzeit 1 grosse Gegenwehr (13:15), musste im zweiten Abschnitt aber abreissen lassen und verlor schliesslich 26:35. Charlotte steuerte einen Treffer bei.

Bereits in Serbien war die UNITED-Lernende einmal erfolgreich. Die Auswärts-Klatsche (23:35) vermochte aber auch sie nicht abzuwenden.

Im Schweizer Team standen mit Torhüterin und Frankreich-Legionärin Lea Schüpbach (Abschluss 2017), Playmakerin Kerstin Kündig und Flügelspielerin Simona Cavallari (beide 2012) zusätzlich drei UNITED-Absolventinnen auf dem Parkett.