Kunstturnen: 11 UNITEDS auf der schweizweit grössten Sportbühne

Was das Unspunnen-Fest für die Schwinger-Szene markiert, ist das eidgenössische Turnfest für die Kunstturner: der wohl prestigeträchtigste Wettkampf überhaupt. Von UNITED-Seite war ein elfköpfiges Grossaufgebot am Start.

In Aarau war am vergangenen Wochenende alles, was Rang un Namen hatte. Unsere Lernenden massen sich mit EM-, WM-Medaillen-Gewinner und Olympia-Teilnehmer. Zur Prime-Time – SRF übertrug die Elite-Turner in erfreulicher Länge – standen dann aber nur noch die Serhani-Brothers und Eddy Yusof im Einsatz. Taha (Abschluss 2016) reihte sich in der Endabrechnung direkt vor Eddy (2014) und dem diesjährigen Absolventen Samir auf dem 6. Schlussrang ein.

Taha entschied die Reck-Disziplin für sich und brillierte als Zweiter auch beim Sprung. Ein «Abschieffer» am Barren kostete ihm die mögliche Podestplatzierung. Eddy gehörte an vier Geräten zu den besten Vier, verlor aber am Boden fast zwei Punkte auf die Tagesbesten und damit die Medaille. Samir kehrte nach einer langen Oberarm-Verletzung auf die grosse Bühne zurück und darf seinerseits mit seiner Performance zufrieden sein.   

Mit Moreno Kratter (Abschluss 2017, Rang 10), Marco Pfyl (2017, 12.) und Sascha Coradi (2016, 16) hielten sich weitere UNITED-Alumni in der erweiterten Spitze.

Aber auch die aktuellen UNITED-Lernenden dürften positiv auf das «ETF2019» zurückblicken. Tim Randegger (Klasse 16B) schloss die P6-Prüfung im 11. Rang ab und war damit stärkster Turner seines Jahrgangs. Gerade seine Sprung-Qualitäten überzeugten die Juroren und brachten satt Punkte ein – Rang 4 an diesem Gerät. Kay Schlatter (17B) und Marc Heidelberger (17A) erreichten exakt das gleiche Punktetotal und klassierten sich als 24. und 25. ebenfalls im ersten Ranglistendrittel. Das reichte im 79-köpfigen Starterfeld zu einer separaten Auszeichnung. Zum Vergleich: Wären sie im Sägemehl angetreten, würden sie nun als begehrte Kranzschwinger durch die UNITED-Pforte gehen.

Auch Sonam Büwang (17B) und Benjamin Pfyffer (18C) boten im Sog der nationalen Elite und der aussergewöhnlichen Atmosphäre solide Auftritte und schlossen ihr erstes «ETF» als 32. und 34. ab.