Langlauf: Anja Weber wird sensationell U20-Weltmeisterin!!!

Wow, was für eine Bombe zum Abschluss der U20-/U23-Weltmeisterschaften in Oberwiesenthal (D). Die UNITED-Lernende und ihre Staffel-Läuferinnen erkämpfen sich in einem dramatisch-turbulenten WM-Rennen WM-GOLD

Die Staffel-Konkurrenz in der höchstgelegenen Stadt Deutschlands war über 4 x 3,3 Kilometer angesetzt. Die Schweiz startete ordentlich. Nach dem ersten Wechsel auf Rang 5 positioniert, zündete die Schweiz den ersten Turbo. Siri Wigger, jenes Jahrzehnttalent, das bereits in den Einzelwettbewerben zwei Mal Edelmetall eroberte, lief Bestzeit und übergab an Anja als Leaderin. Die Lernende der 17C ging couragiert und schnell ans Werk, realisierte die zweitschnellste Abschnittszeit und löste hinter Polen auf dem Silberplatz liegend die Schweizer Schlussläuferin aus. Zwar musste sich die erfahrenste Schweizer Athletin von Deutschlands Vertreterin bald überholen lassen, die heranstürmenden Amerikanerinnen und Schwedinnen hielt sie aber um knapp 5 und 14 Sekunden auf Distanz.

Als vermeintlich Dritte überquerte die Schweizer Staffel sodann die Ziellinie. Der dramatische Rennverlauf war aber auch dann noch nicht zu Ende. Die beiden Spitzen-Nationen Polen und Deutschland wurden hinterher und infolge Abkürzung disqualifiziert – die Schweiz erbte Gold, Anja kehr als U20-Weltmeisterin an unsere Schule zurück. 

Was für ein Rennen, was für eine Leistung – herzliche Gratulation!

Ob dem Staffel-Gold gehen Anjas höchst respektable Einzelleistungen beinahe in Vergessenheit. Anja startete auch in den drei Einzelwettkämpfen. Der Sprint startete verheissungsvoll, lag sie dort nach dem Prolog doch an 8. Stelle. Leider kam das Out dann aber bereits im Viertelfinal. Schlussrang 16. Beim Einzelstartrennen über 5 Kilometer klassisch hatte Anja mit den schwierigen Schneebedingungen zu kämpfen. «Ich wählte da den falschen Wachs», bilanzierte sie selbstkritisch. Hart war auch der Wettkampf über 15 Kilometer in freier Technik und mit Massenstart. Anja hatte in den ersten beiden Runden zu kämpfen, lief am oberen Limit, hielt sich aber in der erweiterten Spitzengruppe. Auf der zweiten Hälfte konnte sie dann aber nochmals Kräfte freimachen, schob sich nach vorne und sicherte sich schliesslich den starken 7. Schlussrang.