Motorsport: Mario Anderegg mit Senkrechtstart

Der einstige Skispringer wechselte vom Bakken auf den Asphalt in den hochtourigen PS-Sport. Auf dem berühmt-berüchtigten Hockenheim kämpfte der frisch gebackene UNITED-Absolvent um eine Rennsport-Karriere.

Das Nachwuchsförderprojekt «AutoScout24 Young Driver Challenge powered by CUPRA» befindet sich in seiner dritten Saison. Die «Driver Challenge» versteht sich als schweizweit einzigartige Talentschmiede für junge Autorennfahrer. An den ersten Ausscheidungsrennen nahmen rund 1500 Konkurrentinnen zwischen 16 und 21 Jahren aus der ganzen Schweiz teil. Mario Anderegg schaffte es bis ins grosse Finale der drei stärksten Nachwuchspiloten. Als Preis winkt nun ein dicker Sieger-Check über 50’000 Franken, den Mario nur allzu gerne als Startgage für seine Rennsport-Karriere einsetzen würde.

 

Der 20-Jährige aus dem Zürcher Oberland durchlief seine entscheidenden Qualifikationsläufe auf der einstigen deutschen Formel-1-Strecke im Süden Deutschlands. Bis hierhin lief es angesichts von Marios gänzlich fehlender Rennsport-Erfahrung geradezu surreal fantastisch. «Bislang kannte ich den Hockenheimring nur als Zuschauer – jetzt fahre ich hier ein Rennen. Schon unglaublich», freute sich Anderegg, der derzeit in Thun die Rekrutenschule absolviert. Im freien Training konnte er sich ans Rennauto und die Strecke gewöhnen, im Qualifying am Samstag gings dann bereits um schnelle Zeiten. Es galt, die idealen Einlenk-, Brems- und Schaltpunkte zu finden. Bei seinen zwei Rennläufen am vergangenen Samstag und Sonntag zahlte Newcomer Anderegg im Feld der rund 20 routinierten Rennfahrer dann aber Lehrgeld. Er startete beide Male ausgezeichnet («Mitten im Pulk nach dem Start ist’s schon sehr hektisch …»), wurde beim ersten Lauf am Samstag nach einer Safety-Phase aber vom Restart überrascht und nach hinten gereicht. Beim zweiten Rennen rempelte ihn ein Konkurrent bei Rennhälfte auf Platz 14 liegend unsanft von hinten. «Da hat es mir wohl die Spur verstellt. Das Auto lag danach nicht mehr gleich gut wie zuvor», analysierte Anderegg an der Box. So fuhr er schliesslich auf die Plätze 17 und 16.

Nun heisst es abwarten, wie sich die zwei anderen Finalisten in den Rennsituationen behaupten. Ob Mario als Sieger zum Handkuss kommt, entscheidet eine renommierte Jury in den nächsten Wochen.

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