Schwimmen: Antonio Djakovic vor dem Sprung ins grosse Becken

Er gilt als Jahrzehnttalent im hiesigen Schwimmsport. In diesem Sommer wagt der 16-Jährige nun erstmals den Vergleich mit der absoluten Weltspitze.

Die Sommerwochen des Lernenden der 18B gestalten sich höchst abwechslungsreich und sind voller aufregender Herausforderungen. Zunächst nimmt Antonio Djakovic an internationalen Meetings in Barcelona und Rom teil. Nach einem kurzen Vorbereitungs-Camp an seiner Homebase in Uster fliegt Antonio weiter an die Jugend-Europameisterschaften ins russische Kazan. Der Juli steht schliesslich ganz im Zeichen des absoluten Highlights. Während drei Wochen trimmt sich der UNITED-Lernende in Form für die A-WM in Südkorea, die Vorbereitungen dazu absolviert er bereits in Asien Südkorea, für die Welttitel-Kämpfe werden dann vom 21. – 28. Juli ausgetragen.

Der aufgeweckete Lernende äusserte sich im Rahmen eines Kurz-Interviews zu den bevorstehenden Highlights.

Antonio, Sie nehmen in nächster Zukunft und fortan den Konkurrenzkampf gegen die absolute Elite auf. Nervös`?

Nun, es ist schwierig zu sagen, wo ich mich einordnen werde, welche Zeit für den Finalvorstoss nötig sein wird. Bei vielen (auch bei mir) sind es Vorbereitungswettkämpfe, andere kämpfen immer noch um die Qualifikation für die WM. Von der Startliste her sind sowohl Barcelona wie Rom hochkarätig besetzt. Die europäische Spitze ist fast komplett vor Ort, dazu viele Schwimmer aus den stärksten Nationen der Welt wie den USA, Australien, Japan, China etc. Eigentlich eine kleine WM. Die grössten Chancen habe ich in meinen Hauptstrecken über 200Meter und 400Meter Freistil.

Sie sind demnach fast immer im Wasser anzutreffen?  

Im Moment ist es intensiv. Ich trainiere wöchentlich rund 16-18 Stunden im Wasser und 3 – 4 Stunden an Land Krafteinheiten. Nach Möglichkeit versuche ich also auf 9-10 Einheiten Wasser in der Woche zu kommen.

Wo setzen Sie in den kommenden Wochen den Fokus?

Kurzfristig setze und bis 2020 setze ich auf die 200 und 400Meter Freistil gelegt. Nach 2020 möchten wir ein paar andere Disziplinen in mein Wettkampfprogramm aufnehmen.

Und mit welchen Ambitionen fahren Sie an die Titelkämpfe?

An der JEM in Kazan will ich eine Medaille für die Schweiz gewinnen. Momentan stehe ich mit meinen Zeiten im U18-Bereich in den Top 3 in Europa. Ich möchte diese Chance daher unbedingt nutzen. Die WM wird für mich die erste grosse Erfahrung bei der Elite sein; entsprechend will ich erstmals Erfahrungen sammeln. Aber nicht nur: Da wird es bereits um die Olympia-Tickets gehen und das Niveau dementsprechend hoch sein. Wir werden mit der Staffel versuchen, uns so gut wie möglich in Position zu bringen. Wenn alles optimal läuft, wäre vielleicht sogar eine Überraschung möglich und wir könnten mit der 4×200 Freistil Staffel ein Olympia Ticket buchen. Nächste Saison versuche ich dann, mich auch Einzel zu qualifizieren.

Vielen Dank und viel Erfolg!