Skateboard: Lena Müller als Ostschweizer Galionsfigur

An den deutschen Skatemeisterschaften in Düsseldorf reihte sich Lena Müller Ende September in den Spitzenregionen rein und verpasste das Podium als 4. in der „Park“-Disziplin nur knapp. Wenig später ist die St. Galler UNITED-Lernende (Klasse 18) bereits als Ostschweizer Aushängeschild portiert worden. Den Lena-Müller-online-Bericht des Vereins „Ostwärts“, der sich für einen starken Arbeits- und Lebensraum in der Ostschweiz einsetzt, gibt es nachstehend in voller Länge.

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Furchtloses Powergirl

Wieselflink und voller Elan auf dem Board in Richtung Tokio. Die junge Toggenburgerin Lena Müller rollt mit ihrem Skateboard auf die Olympiade 2020 zu. Dank der neuen olympischen Disziplin könnte ein Traum in Erfüllung gehen.

Wenn ihre langen blonden Haare im Fahrtwind wehen, ist die 15-Jährige glücklich. Auf dem Skateboard fühlt sich Lena Müller voller Energie. Seit Kurzem ist es sogar eine olympische Sportart, weshalb sie als erste Skaterin in St. Gallen die UNITED school of sports besuchen darf. Die auf Spitzensport ausgerichtete Schule verbindet tägliches Training mit einer kaufmännischen Ausbildung.

Freie Fahrt voraus

So drückt Müller nun mit Fussballern, Handballern, Synchronschwimmerinnen, Reiterinnen, Skifahrern und Snowboardern die Schulbank. Wobei sie auch fast als Letztere einzuordnen ist. Denn für die Toggenburgerin ist es fast unmöglich, sich für eine der beiden Sportarten zu entscheiden. Snowboarden und Skaten ist für sie die perfekte Verbindung. Da ihre Mutter Snowboardlehrerin ist, fuhr sie zuerst auf dem Schnee, bis sie dann mit dem Training auf dem Skateboard begann. Ein grösserer Unfall ereignete sich so auch im Winter, als sie sich bei einem Snowboard-Sturz mit elf Jahren acht Wirbel brach und danach drei Monate in einem Korsett verbrachte. Doch Lena Müller ist ein «Stehaufmädchen».

Mit Hoffnung auf Olympia 2020

Die 15-Jährige ist definitiv hart im Nehmen und lebt für ihren Sport. Auch ihre Mitschüler finden es einfach nur cool, dass ein Mädchen skatet. So trainiert Müller hart mit ihrem Skateboard, damit sie sich für die Olympiade 2020 in Tokio qualifizieren kann. Anzutreffen ist sie dabei entweder im Skatepark in St. Gallen, in einer privaten Halle in Bazenheid oder mit ihrem Nationaltrainer in Winterthur. Müller tut alles dafür, dass sie beim internationalen Wettbewerb in zwei Jahren dabei sein kann.

Quelle: https://wilder-osten.ch/portrait/furchtloses-powergirl/