Snowboardcross: 1. FIS-Sieg für Anouk Dörig

Anouk Dörig, Lernende der St. Galler 18er-Klasse, feierte in Flumserberg ihren Premieren-Erfolg auf Stufe FIS. Nun will sie mit Einsätzen im Europa-Cup auch international einen Schritt nach vorne kommen.   

Für das Doppelrennen in der St. Galler Skidestination hatten sich nebst Vertreterinnen aus der Schweiz auch Fahrerinnen aus Frankreich, Österreich und Ungarn eingeschrieben. Im ersten Wettkampf am vergangenen Samstag war Anouk das Glück noch nicht hold. Zwar stiess sie problemlos bis in die Halbfinals vor. Dort überquerte sie aber nur als Dritte ihres Runs die Ziellinie – gut zwanzig Centimeter hinter der Zweiplatzierten und dem Final-Ticket. Mit der Wut im Bauch entschied sie in der Folge den kleinen Final und klassierte sich in der Tageswertung auf Platz 5.

Nur einen Tag später trumpfte die UNITED-Boarderin dann gross auf. Vorlauf- und Halbfinal-Hürden meisterte sie problemlos. Und in der Entscheidung konnte sich Anouk auf einen guten Start verlassen und schwang schliesslich als strahlende Siegerin ab. Der erste FIS-Sieg ist Tatsache.

Der Erfolg entschädigt zu gewissen Teilen für die entgangene EYOF-Teilnahme in Bosnien-Herzegowina. Ursprünglich waren für die europäischen olympischen Jugend-Spiele auch Medaillen-Vergaben im Boardercross vorgesehen. Mangels Sponsoren mussten die Organisatoren die Disziplin aber aus dem Programm kippen. Für Anouk besonders bitter: Sie wäre aufgrund ihrer starken Resultate für die Titelkämpfe im Schweizer Kader gesetzt gewesen.

Doch die St. Gallerin blickt nicht erst seit ihrem FIS-Erfolg positiv in die Zukunft: 2020 werden die YOG, die olympischen Jugend-Spiele und damit quasi der grosse Bruder des EYOF, in Lausanne ausgetragen. Und Anouk zählt in ihrer Boardersparte auch im kommenden Jahr zu den heissesten Anwärterinnen auf eines der zwei Schweizer Start-Ticket. Hierfür sind die eingeheimsten FIS-Punkte bereits jetzt Gold wert.