Volleyball: Highlights und heisse Phasen für unsere NLB-Volleyballerinnen

Für unsere NLB-Quintett beginnt in unmittelbarer Zukunft die schönste Zeit des Jahres. Die Qualifikationsphase ist beendet oder steht vor dem Abschluss, die Playoff-Phase kann beginnen. Dazu lockt mit dem Cup-Wettbewerb ein Zückerchen.

In der NLB läuten bereits die Playoff-Glocken. Darüber können sich Alina Hofacher (18C) und ihr VBC Glaronia, aber auch der VBC Aadorf mit Viviane Habegger und Martina Hunziker (17C) freuen. Im nächsten Schritt treten nun die besten acht NLB-Equipen gegeneinander an und ermitteln den NLB-Meister und möglichen Aufsteiger. Die Mannschaft von Martina und Viviane startet aus der Pole-Position. Im Grunddurchgang der Meisterschaft blieb Aadorf ohne Niederlage – Liga-Bestwert. Glaronia kam als Vierter der Ostgruppe bis anhin auf 6 Erfolge bei 12 Spielen und startet so ohne Bonus-Punkte in diese Playoff-Phase.

Glaronia und Aadorf spielen als Vertreter der Ostgruppe jeweils gegen die Top4 der Westgruppe ein Hin- und ein Rückspiel. Wer nach diesen acht Zusatzrunden zuoberst steht, kriegt die NLB-Krone.

Diesen Spitzenplatz streben die Spielerinnen des VBC Aadorf offen an. Ob die Thurgauerinnen bei einer allfälligen sportlichen Promotion auch tatsächlich ins Oberhaus ziehen, dazu muss der Vorstand der Aadorferinnen erst noch befinden.

Für Martina, Viviane und den VBC Aadorf halten die kommenden Tage aber noch einen weiteren Höhepunkt bereit. Die Ostschweizerinnen fordern am Sonntag im Cup-Viertelfinale den NLA-Leader Sm’Aesch Pfeffingen. Bei den Baslerinnen steht mit Nationalspielerin Livia Zaugg auch eine UNITED-Absolventin unter Vertrag.

Gegen die Relegation aus der NLB kämpfen in den kommenden Wochen dagegen Godeliv Schwarz (18A) und Giulia Volume (19A). Für das in der Qualifikation letztklassierte Züri Unterland wird es ein heisser Tanz. Von den total acht Equipen dieser Abstiegsrunde steigen die letzten zwei direkt ab, die Teams auf den Rängen 5 und 6 messen sich in Abstiegsspielen zum Liga-Showdown. 

Der Liga-Alltag in der NLB ist nicht nur aufgrund der sportlichen Challenge ein hartes Pflaster. Der Trainingsumfang mit sieben bis acht wöchentlichen Einheiten und einem Umfang von rund 20 Stunden ist immens. «Ohne die Unterstützung sportfreundlicher Arbeitgeber ist ein solches Pensum fast nicht zu stemmen.», gibt Martina Hunziker Volleyball-Einblicke. Zu diesem 50%-Pensum kommen schliesslich noch ein bis zwei Wochenendspiele hinzu. Entschädigt werden die Akteurinnen auf dieser Stufe in der Regel nicht. «Mag sein, dass ehemalige NLA-Spielerinnen oder Ausländerinnen mit Vergütungen in die zweithöchste Liga gelockt werden, normalerweise werden in der NLB die Sportler nicht-monetär vergütet.», so Martina abschliessend. Beim VBC Aadorf gelangen die Spielerinnen etwa zu Spezial-Konditionen zu eigenen Autos.