Curling: Zwischen Olympia-Perspektiven und WM-Trials

Elena Mathis und Xenia Schwaller nähern sich Stein um Stein den weltbesten Curling-Teams. Elena Mathis hat dabei Universiade und Olympia 2026 im Visier, Xenia Schwaller qualifizierte sich jüngst für die Junioren-WM.

Elena Mathis tourt in den Herbst- und Wintermonaten für den Curling-Sport durch halb Europa. Die 22-Jährige spielt dabei mit ihrem Team St. Moritz gegen WM- und Olympia-Medaillengewinner und lernt mit und von den internationalen Curling-Cracks. Zum Saison-Auftakt besuchte die UNITED-Absolventin von 2019 ein Top-Turnier im schottischen Stirling. Dort wurden die Play-Offs, der Vorstoss unter die Top4, zunächst noch verpasst. Doch bereits beim nächsten Halt, bei der internationalen «St. Petersburg Classic» lief es dem «Mathis-Quartett» schon besser. In der zweitgrössten russischen Stadt reicht es dem Team St. Moritz auf den guten vierten Rang. Dieses Jahr sieht die Agenda die Teilnahme an der Universiade, den Olympischen Spielen für Studenten, als Highlight vor.

Elena Mathis rechts. Bild: zVg.
Das Curling-Team St. Moritz mit Elena Mathis (2.v.l.).Bild: zVg.

Das Curling-Quartett aus dem Engadin ist auf nationaler Stufe bereits die Nummer 3. Leistungsmässig können Elena und Co. die Besten der Schweiz bereits fordern, phasenweise in die Zusatz-Ends zwingen oder Siege einfahren. Die Meistertitel und damit die Startberechtigungen für die Grossturniere wie Weltmeisterschaften und in diesem Jahr gar die Olympischen Spiele gehen zurzeit aber noch an die Konkurrenz. Das soll sich mittelfristig ändern. Elena Mathis und ihr Team haben ihr Leben seit Längerem auf den Spitzensport ausgerichtet, trainieren täglich und peilen die Olympia-Teilnahme in Cortina 2026 an.

JWM-Qualifikation für Xenia Schwaller

GC Zürich, das neue Team von Xenia Schwaller, qualifizierte sich Ende September an den Trials in Adelboden für die Junioren-Titelkämpfe im schwedischen Jönköping. Die Lernende der 18A war nach ihrem Teamwechsel über die Sommermonate im Berner Oberland zwar noch nicht spielberechtigt.  Xenia wird im Team der Zürcherinnen als Skip aber bereits bei nächster Gelegenheit eine Schlüsselposition einnehmen.
Die Skip-Spielerin gibt jeweils die Taktik vor und die letzten beiden Steine ihres Teams ab. Nicht selten entscheiden dann jeweils diese letzten beiden Steine, welches Team wie viele Punkte schreiben kann. Xenias Team-Position erfährt allerdings eine Ausnahme. An der Junioren-WM wird die UNITED-Lernende als Third agieren.

In Adelboden spielten die drei teilnehmenden Quartette vom 22. – 26. September eine doppelte Round Robin (jeder gegen jeden). Die beiden Bestklassierten spielten im Anschluss das Final im Best-of-Three-Modus aus. Dabei erwiesen sich die GC-Curlerinnen als klar beste Formation, mussten sie in sechs Partien nur eine einzige Niederlage hinnehmen und konnten auch die Entscheidung mit 2:0 deutlich für sich gewinnen.

Quelle: Swiss Curling / Worldcurling.com